Willkommen und mehr

Do-ohne Rahmen-Hintergrund
Wir leben in einer lauten Zeit: Informationen aus aller Herren und Herrinnen Länder dringen fast unaufhörlich auf uns ein, mischen sich mit den Neuigkeiten aus dem eigenen Land, der weiteren und näheren Umgebung, werden „getoppt“ von Ereignissen aus dem persönlichen Umfeld. Es ist laut um uns, möglicherweise auch in uns, selbst wenn nichts zu hören ist, außer vielleicht die Tastatur des Computers. Soviele Stimmen. Soviel Geschrei. Soviel Gebuhle um Aufmerksamkeit.
Wem schenken wir sie? Was sollen wir glauben? Wie leben? Was gibt Sinn? Soviele Fragen…

Ich gehöre einer Generation an, die noch gelernt hat, Fragen zu stellen. Unbequeme Fragen. Einer Generation, die ihre Elterngeneration gefragt hat: „Warum habt ihr den Nazi´s geglaubt? Wie konntet ihr Hitler vertrauen?“ Öfters habe ich persönlich die Antwort gehört: „Ich bedauere es zutiefst. Mein Glaube, mein Vertrauen, wurden missbraucht und ich habe es zu spät erkannt!“

Auch heute wird wieder zunehmend die Kurzsichtigkeit, Leichtgläubigkeit, das Vertrauen vieler Menschen durch angebliche Heilsbringer missbraucht. Politische „Hier und wir zuerst-Schreier“, religiöse „Heils- und Wohlstandsprediger“ und auf (angebliche) „Zeichen- und Wundererfahrungen“ fokussierte Verkünder überbieten einander und füllen mit Hilfe begeisterter „Nachfolger“ ihre leeren Kassen.

„Glaubt nicht jedem, der behauptet, dass Gottes Geist durch ihn redet. Prüft vielmehr genau, ob das , was er sagt, wirklich von Gottes Geist stammt. Denn in dieser Welt verbreiten viele falsche Propheten ihre Irrlehren“, so steht es im Neuen Testamt, im 1. Johannesbrief 4,1 und Jesus selbst sagt: „Hütet euch vor den Propheten die in Schafskleidern daherkommen, denn innen sind sie wie reißende Wölfe“ (Matth.7, 15) und wenig später: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Matth.7,20)

Führen diese „Früchte“ zum Positiven? Helfen sie, aufzubauen? Fördern sie die Liebe? Helfen sie Leid zu verringern und Gerechtigkeit auch in der Gesellschaft umzusetzen? Bringen sie Leben oder Tod und Elend?
„Liebe Gott und liebe deinen Nächsten“ – das ist die rote Richtschnur, die wir im Alten Testament und im Neuen Testament nachlesen können. Es lohnt sich, sie persönlich für sich anzuwenden, aber auch die vielen lauten Stimmen und „Hierschreier“ daran zu prüfen. Ihre Maskierung zu entlarven, wird uns schützen oder/und befreien vor Volksverhetzern und Hasspredigern.

Gott befohlen und Ihnen alles Gute,

Doris Reinthaler